Portugiesische Galeeren vor den Kanaren

Portugiesische Galeere auf den Kanaren gesichtet
15.04.2021 - Wer sich derzeit zum Baden an die schönen Strände der Kanarischen Inseln begibt, sollte die Augen aufhalten. In letzter Zeit wurde die Portugiesische Galeere (Physalia physalis) wieder vermehrt vor den Küsten der Kanaren gesichtet. Diese Quallenart, die sehr gut an ihren violett-bläulichen Segeln zu erkennen ist und an der Wasseroberfläche treibt, hat ein sehr schmerzhaftes und starkes Gift in den Nesselzellen ihrer Tentakeln, die sie wie ein Schleppnetz hinter sich her zieht, um damit kleine Fische und andere kleine Meeresbewohner zu fangen. 









Wo die Portugiesischen Galeere gesichtet wurden


 Gesichtet wurde die Portugiesische Galeere nach Medienberichten unter Anderem an der Playa de las Canteras in Las Palmas de Gran Canaria, als auch vor der Küste von Teneriffa, wie zum Beispiel an der Playa de Tamadiste am Fuße des Anagagebirges. Ähnliche Berichte gab es von den anderen Inseln der Kanaren

 Aktuell mussten auf den Kanarischen Inseln noch keine Strände wegen der Portugiesischen Galeere gesperrt werden. Tauchen zu viele dieser mittels eines Gassegels vom Wind getriebenen Quallen vor der Küste auf, kann es aber durchaus zur Schließung einzelner Strände oder ganzer Küstenabschnitte kommen. 

 Was tue ich bei einem Unfall mit einer Qualle? 


 Für Schwimmer ist eine Begegnung mit der Portugiesischen Galeere sehr schmerzhaft. Allerdings ist es ein Mythos, dass es sich um eines der giftigsten Tiere der Welt handelt. Eine Ausnahme stellen da die allergischen Reaktionen dar, die tatsächlich zum Tode führen können. In der Regel bleibt es jedoch bei schweren Hautreizungen, die mit starken Schmerzen einhergehen. 

 Sollte es zu einem Kontakt mit diesen Tieren kommen, sollten zunächst die restlichen Tentakeln entfernt werden. Diese sollten auf keinen Fall mit Süßwasser oder Alkohol entfernt werden, da auf diesem Weg weitere Nesselzellen aktiviert werden. Ideal ist Essig, wenn er denn zur Hand ist. Ist dieser nicht greifbar, kann man auch mit Meerwasser spülen. Sollten danach noch Reste über sein, können diese von den Helfern per Hand abgesammelt werden. Durch die dicke Haut der Handinnenflächen kommen die Nesselzellen nicht. 

 Die Tentakeln sollten auf keinen Fall abgerieben oder mit einem Messer, Handtuch oder Ähnlichem abgeschabt werden. Auch hierdurch werden weiter Nesselkapseln aktiviert, und dass eventuell in einer größeren Zahl als vorher. 

 Im Anschluss sollten die betreffenden Stellen gekühlt werden, um die Schmerzen zu verringern. Kühlpacks können in Intervallen auf die betroffenen Zonen gelegt werden. Wir empfehlen in jedem Fall, im Anschluss einen Arzt aufzusuchen.

AWW

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