Kurzflossen-Grindwal - Globicephala macrorhynchus

Kurzflossen-Grindwal © Kristina Jurgawka
Der Kurzflossen-Grindwal (Globicephala macrorhynchus) ist auch als Indischer Grindwal bekannt. Zwischen Teneriffa und La Gomera lebt die weltweit größte Ansammlung dieser Wale, die etwa 400 Tiere umfasst und Jahr für Jahr tausende begeisterte Besucher anlockt, die sich beim Whale Watching von der Anweisenheit dieser beeindruckenden Tiere faszinieren lassen. Der Kurzflossen-Grindwal hat eine schwarze bis dunkelgraue Färbung, wird etwa 3,6 bis 7,2 Meter groß und erreicht dabei stolze Gewicht von bis zu 4 Tonnen, wobei die Männchen deutlich größer als die Weibchen werden.

Europäischer Papageifisch - Sparisoma cretense

Europäischer Papageifisch - Sparisoma cretense © Canarian Sea 01
Ein Europäischer Papageifisch (Sparisoma cretense) ist ein sehr wichtiger Fisch, um das Gleichgewicht im Ökosystem Ozean zu bewahren, denn er gehört zu den größten Fressfeinden der Seeigel, die sich auf den Kanaren leider immer weiter ausbreiten und eine Gefahr für den Untergrund darstellen. Leider steht er auf den Kanaren als Vieja auf den meistens Speisekarten der unzähligen Fischrestaurants, obwohl der Papageifisch zu den bedrohten Arten gehört. Sie werden bis zu 50 Zentimeter lang und leben normalerweise in einer Tiefe von bis zu 20 Metern. Allerdings kann man sie vereinzelt auch Mal in 50 Metern Tiefe finden, wohin Ihr allerdings weder beim Tauchen, noch beim Schnorcheln auf den Kanaren kommt.

Ostatlantischer Trompetenfisch - Aulostomus strigosus

Trompetenfisch © Kristina Jurgawka
Wenn Ihr ein wenig Glück habt, dann begegnet Euch beim Schnorcheln auf den Kanaren ein Ostatlantischer Trompetenfisch (Aulostomus strigosus), der zwar ein recht häufiger Fisch auf den Kanarischen Inseln ist, allerdings nicht an allen Stränden lebt. Er bevorzugt felsigen und sandig-felsigen Untergrund und wird bis zu 75 Zentimeter groß, wobei die in Küstennähe lebenden Exemplare meistens Jungtiere sind, die von dieser Größe noch weit entfernt sind. Sie sind eher gemächliche Schwimmer, die über kurze Distanz allerdings recht schnell sein können. Zu den erstaunlichsten Eigenschaften dieser Fische gehört, dass sie in der Lage sind ihr Farbe zu ändern.

Spitzkopf-Kugelfisch - Canthigaster rostrata

Spitzkopf-Kugelfisch - Canthigaster rostrata © Canarian Sea 01
Die zweite Kugelfischart, die Ihr beim Schnorcheln auf den Kanaren findet, ist der Spitzkopf-Kugelfisch (Canthigaster rostrata), der im Wasser zu Euren häufigsten Begleitern gehört und sich über felsigem und sandig-felsigem Untergrund aufhält. Er ist ein sehr zutraulicher Fisch, der allerdings schnell flüchtet, wenn Ihr Euch beim Schnorcheln von oben her nähert. Beim Tauchen waren diese Fisch schon fast eher neugierig und spielten mit den Luftblasen, die wir verursachten. Wie alle Kugelfische kann sich auch der Spitzkopf-Kugelfisch bei Gefahr aufblasen, um nicht gefressen zu werden, wobei wir dieses Verhalten allerdings noch nicht live gesehen haben. Solltet Ihr einem aufgeblasenen Kugelfisch begegnen: Nicht anfassen, denn die Stacheln am Körper sind giftig.

Weitaugenbutt - Bothus podas

Weitaugenbutt - Bothus podas © Canarian Sea 01
Obwohl der Weitaugenbutt (Bothus podas) eigentlich in einer Tiefe von 10 bis 50 Metern lebt und vereinzelt auch schon in Tiefen von bis zu 400 Metern gefunden wurde, werdet Ihr diese Fische beim Schnorcheln auf den Kanaren immer wieder antreffen, da die Jungtiere dieser auf sandigem und schlammigem Boden lebenden Fische direkt an der Küste leben und vor an den Stränden der Kanaren anzutreffen sind. Ausgewachsene Tiere werdet Ihr natürlich eher tiefer finden, wobei diese bis zu 45 Zentimeter lang werden können. Um die Jungtiere zu finden, müsst Ihr die Augen offen halten, denn sie liegen sehr gut getarnt im und auf dem Sand.


Schermesserfisch - Xyrichthys novacula

Schermesserfisch - Xyrichthys novacula 01
Der Schermesserfisch (Xyrichthys novacula) ist ein bis zu 38 Zentimeter großer Fisch, den Ihr beim Schnorcheln auf den Kanaren in erster Linie über sandigem Boden und Seegraswiesen findet, was einen bestimmten Grund hat. Diese Fische haben eine ganz besondere Art der Selbstverteidigung, denn sie flüchten sich bei Gefahr kopfüber und in sekundenschnell direkt in den Sand und sind sogar in der Lage, sich dann im Sand fortzubewegen. Dennoch müsst Ihr nicht befürchten, dass Ihr sie nicht beobachten könnt, denn wenn Ihr Euch beim Schnorcheln langsam nähert, sind sie zwar immer noch recht scheu, ergreifen aber nicht sofort die Flucht. Auf Teneriffa findet Ihr zum Beispiel viele davon an der Playa de las Teresitas.

Brauner Feilenfisch - Stephanolepis hispidus

Brauner Feilenfisch - Stephanolepis hispidus
Wenn Ihr etwas Glück habt, schwimmt Euch beim Schnorcheln auf den Kanaren ein Brauner Feilenfisch (Stephanolepis hispidus) über den Weg, der rein optisch definitiv zu den interessantesten Fischen auf den Kanaren gehört. Allerdings ist ein Treffen dieses Fischen beim Tauchen schon etwas wahrscheinlicher, denn diese Fische kommen zwar auch in Küstennähe vor, leben allerdings bis in eine Tiefe von bis zu 300 Metern. Die besten Chancen habt Ihr über Seegraswiesen und an an Felsenriffen, wenn Ihr diesem bis zu 28 Zentimeter großem Fisch begegnen wollt.

Atlantischer Mönchsfisch - Chromis limbatus

Atlantischer Mönchsfisch - Chromis limbatus © Canarian Sea
Der Atlantische Mönchsfisch (Chromis limbatus) ist eng mit dem Neon Riffbarsch verwandt, ernährt sich allerdings in erster Linie vom planktonischen Organismen. Er wird ebenso wie sein Vetter etwa 10 Zentimeter lang und lebt über felsigem Meeresboden, wobei wir ihn beim Schnorcheln auf den Kanaren auch schon über sandigem Untergrund angetroffen haben. Allerdings waren dann zumindest ein paar kleine Felsen in der Nähe. Der Atlantische Mönchsfisch ist kein Einzelgänger, sondern bildet in mittlerer Tiefe auch mal Schwärme, die aus vielen Exemplaren bestehen. Diese Fische kommen vor allen Inseln recht häufig vor.


Neon Riffbarsch - Abudefduf luridus

Neon-Riffbarsch © Canarian Sea 01
Ein ständiger Begleiter beim Schnorcheln auf den Kanaren ist der Neon Riffbarsch (Abudefduf luridus). Es handelt sich um einen sehr hübschen Fisch, denn der Neon Riffbarsch hat eine sehr tiefe, marineblaue Färbung, die ihn fast schwarz erscheinen lässt. Schwimmt er dann aber eine Kurve, so leuchtet sein Schuppenkleid im Sonnenlicht in einem so strahlenden Blau, dass es einen immer wieder fasziniert. Sie werden höchstens 10 Zentimeter groß und sind vor allen Kanareninseln eine häufig anzutreffende Art, die sehr revierbezogen ist und dieses dann auch konsequent gegen andere Fische verteidigt, sollten diese in sein Revier eindringen. Zuweilen schwimmen sie auch Mal schnurstracks auf einen Schnorchler oder Taucher zu, um das klarzustellen.

Meerpfau - Thalassoma pavo

Meerpfau - Thalassoma pavo Bild 01
Ihr werdet beim Schnorcheln auf den Kanaren unweigerlich dem bunten und daher wirklich schön anzusehenden Meerpfau (Thalassoma pavo) begegnen, einem kleinen Fisch von etwa 15 Zentimetern Länge, bei dem sich die Färbung der Männchen deutlich von der Färbung der Weibchen unterscheidet. Die Männchen zeigen eine grünliche Färbung, die von einer blauen Musterung begleitet wird, während die Weibchen eher gelb-weiß sind undeinen dunklen Streifen an der Seite haben. Sie kommen vor allen Inseln vor und sind sowohl in kleinen Gruppen, als auch in großen Schwärmen anzutreffen.

Meerbarbe - Mulloidichthys martinicus

Meerbarbe - Mulloidichthys martinicus © Canarian Sea
Beim Schnorcheln auf den Kanaren können drei Arten von Meerbarben beobachtet werden. Die auf dem Bild zu sehende Art ist Mulloidichthys martinicus, die von den anderen Arten durch ihre helle Färbung und die gelben Flossen zu unterscheiden ist. Die durchschnittliche Größe dieser Meerbarbe ist etwa 25 Zentimeter und wenn Ihr sie finden wollte, dann solltet Ihr über Meeresböden suchen, die sandig sind oder aber sandig und felsig. Auch schlammbedeckte Böden mag diese Fischart sehr gerne. Allerdings findet Ihr diese Meerbarbe nicht vor allen Kanarischen Inseln, sondern nur vor den westlichen Inseln der Kanaren.


Marmorbrasse - Lithognathus mormyrus

Marmorbrasse - Lithognathus mormyrus Bild 01
Bei den vielen gestreiften Brassenarten, die Ihr beim Schnorcheln auf den Kanaren antrefft, ist die Marmorbrasse (Lithognathus mormyrus) recht gut von den anderen zu unterscheiden, denn der Körper dieses Fisches ist seitlich gesehen nicht so rundlich, wie zum Beispiel der von der Spitzbrasse oder Geißbrasse, sondern eher flach. Marmorbrassen besitzen jedoch ebenfalls einen silbrig glänzenden Körper mit 14 bis 15 dunklen Querstreifen, die alle etwa gleich stark zu sehen sind, und sie erreichen eine Größe von 30 bis 55 Zentimetern. Ihr könnt diese Fische der Kanaren meistens über sandigen Böden und Seegraswiesen beobachten, wobei sie vor allen Kanarischen Inseln anzutreffen sind.

Spitzbrasse - Diplodus puntazzo

Spitzbrasse - Diplodus puntazzo © Canarian Sea 01
Die Spitzbrasse (Diplodus puntazzo) ist beim Schnorcheln auf den Kanaren ein ebenso häufig anzutreffender Gast, wie die Geißbrasse, der sie fast zum verwechseln ähnlich sieht. Auch die Spitzbrasse wird etwa 22-40 Zentimeter groß und hat einen flachen, silbrig glänzenden Körper mit 8 oder 9 Querstreifen, von denen 4 oder 5 etwas kräftiger als die anderen Streifen ausgebildet sind. Sie besitzen auch den dunklen Fleck am Ansatz der Schwanzflosse und sind von der Geißbrasse in erster Linie am Kopf zu unterscheiden, denn der Kopf der Spitzbrasse läuft spitzer zu und auch das Maul ist spitzer, während ihr Verwandter ein flacheres Profil zeigt.

Geißbrasse - Diplodus sargus

Geißbrasse - Diplodus sargus © Canarian Sea 01
Die Geißbrasse (Diplodus sargus) ist eine der vielen Brassenarten in den kanarischen Gewässern und hat mit der Spitzbrasse einen Artgenossen, von dem sie nur sehr schwer zu unterscheiden ist. Die Geißbrasse wird für gewöhnlich etwa 22 Zentimeter groß, allerdings erreichte das größte jemals gefangene Exemplar eine stolze Größe von 45 Zentimetern. Geißbrassen haben auf ihrem silbrigen Körper 8 oder 9 Querstreifen, von denen jeder zweite etwas kräftiger ausgebildet ist. Die Schwanzflosse ist etwa zur Hälfte dunkler gefärbt, wie auf dem Foto sehr schön zu sehen ist. Auf dem Ansatz der Schwanzflosse ist ein dunkler Fleck zu sehen. Beim Schnorcheln auf den Kanaren findet Ihr diese Fische vor allen Insel, wobei sie sich ebenso über Seegraswiesen, wie an felsigen Küstenzonen aufhalten und dabei für gewöhnlich in kleineren Gruppen unterwegs sind.

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Nachrichten Kanaren - Umwelt, Tourismus und Meer

Canarian Sea ist Ihr Magazin der Rubrik “Nachrichten Kanaren”, wenn Sie in den Bereichen Umwelt, Tourismus und Meer auf dem Laufenden bleiben wollen. In unseren Schwerpunkten finden Sie stets aktuelle News rund um die Kanarischen Inseln. Dabei legen wir unseren Fokus bewusst auf die Bereiche der Umwelt, des Tourismus und auf das Meer, um Ihnen die Schönheit dieses Ökosystem zu zeigen und dafür zu sensibilisieren.

Natürlich können Sie auch gezielt nach den Nachrichten für einzelne Inseln schauen. Diese finden Sie hier:

Teneriffa Nachrichten

Die größte Insel der Kanaren ist eines der wichtigsten Urlaubszentren auf den Kanaren. Aktuelle Information rund um die Insel, die als abwechslungsreichste der Kanarischen Inseln gilt.

Gran Canaria Nachrichten

Auch Gran Canaria hat sehr viele Fans und ist eines der beliebtesten Ziele für Reisende. Lesen Sie spannende Themen und viele Informationen zur drittgrößten Insel der Kanaren.

Fuerteventura Nachrichten

Fuerteventura ist zwar die drittgrößte Insel der Kanaren und vor allem bei Strandurlauber sehr beliebt. Erfahren Sie alles Wissenswerte rund um Ihren Urlaub.

Lanzarote Nachrichten

Lanzarote ist die Feuerinsel der Kanaren. Auch hier sind die Tourismuszentren überschaubar. Die schönen Strände und der Timanfaya Nationalpark locken dennoch viele Urlauber an.

La Palma Nachrichten

La Palma ist als die grüne Insel bekannt. Besonders Wanderer fühlen sich hier wohl und erkunden die beeindruckende Landschaft.

La Gomera Nachrichten

La Gomera ist durch das Valle Gran Rey ein wenig als die “Hippie-Insel” berühmt geworden, hat aber auch andere, sehr schöne Ecken.

El Hierro Nachrichten

El Hierro, das Eisen, hat für den Tourismus kaum eine Bedeutung. Mit dem Mar de las Calmas wartet dort aber eines der wichtigsten Ökosystem, wenn es um das Meer der Kanarischen Inseln geht.

La Graciosa Nachrichten

La Graciosa ist die kleinste Insel der Kanaren. Wer dort seinen Urlaub verbringt, bekommt sehr viel Ruhe.

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