Kommentar - Corona und das erste Quartal 2021

Kommentar - Corona und das erste Quartal 2021
Der Start in das Jahr 2021 war genauso holprig, wie es zu erwarten war. Allerdings hat sich auch ein zweiter Punkt bewahrheitet: Es gibt tatsächlich allen Grund dafür, optimistisch in die Zukunft zu sehen, obwohl die Mutanten des Coronavirus eine unbekannte Größe waren und zu befürchten stand, dass die dritte Welle für sehr schlechte Zahlen sorgen würde. Nicht nur die Öffnung der Schulen am 8. Januar wurde mit Argusaugen beobachten. Auch die Buchungszahlen in den ersten drei Monaten wurden genau beobachtet, um die Aussichten für den Tourismus ein wenig einschätzen zu können. 





 Mehr kurzfristige Buchungen als erwartet 


 Die ersten drei Monate des Jahres lassen einen kleinen Ausblick auf den Rest des Jahres durchaus zu, denn zu keiner Zeit im Jahr werden mehr Buchungen für den Urlaub auf den Kanaren durchgeführt. Zumindest im Bereich der Ferienwohnungen und Ferienhäuser zeigte sich dabei, dass es wieder mehr Menschen in die Ferne zieht. Ein großer Teil der Buchungen fand erwartungsgemäß sehr kurzfristig statt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn durch die PCR-Testpflicht vor An- und Abreise können die meisten Reisenden schlicht nicht auf lange Sicht planen. 

 Eine kleine Hilfe für den Tourismus kam aus einer Richtung, die für die Kanarischen Inseln nicht sehr typisch ist. Auf den Urlaubsinseln Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma und La Gomera stieg durch die Möglichkeit des Homeoffice die Zahl derer, die unter der Sonne der Kanaren arbeiten konnten. Da auch die Schulen auf Distanzunterricht umstellten, trafen ganze Familien auf dem Archipel ein, um die Coronasituation in einer wunderschönen Umgebung auszustehen. 

 Die Aussichten für den Tourismus 


 Durch die das Voranschreiten der Impfungen kommen inzwischen aber auch wieder mehr Buchungen für die Hauptsaison in der Zeit von Oktober bis März, was die Vermieter privater Unterkünfte besonders freut, da diese durch Umbuchungen und Stornierungen aus Kulanz im letzten Jahr sehr viel Geld verloren haben. Diesen hilft auch, dass sich die Reiserücktrittsversicherungen inzwischen gut auf die Situation eingestellt haben und Coronaschutzbriefe anbieten, die auch Dinge wie eine verordnete Quarantäne mit einschließen. 

 Und wie sieht es bei den Hotels aus? Diese waren in der Zeit bis Ostern tatsächlich ebenfalls gebucht, wenn auch in deutlich geringerem Umfang als gewünscht. Einen Grund zur Hoffnung haben diese aber ebenfalls, denn die großen Reiseveranstalter, die normalerweise die Kontingente buchen, haben sich ebenfalls auf die gesetzlichen Anforderungen eingestellt und bieten in ihren Reisepaketen die notwendigen Coronatests direkt mit an, um einen unbeschwerten Urlaub auf den Kanarischen Inseln zu ermöglichen. 

 Die Corona Maßnahmen funktionieren 


 Auch wenn einem das hin und her mit den Maßnahmen, die ständigen Anpassungen und die zum Teil nicht nachvollziehbaren Entscheidungen oftmals auf die Nerven gingen: der Maßnahmenkatalog je nach Warnstufe hat es tatsächlich geschafft, dass alles offen blieb und die Coronazahlen auf dem Archipel recht stabil blieben. Mal ein wenig zu hoch, mal passend, aber jeder Hotspot wurde tatsächlich wieder unter Kontrolle bekommen. 

 Es bleiben unbekannte Größen 


 Doch auch wenn die Aussichten für die Zukunft durch die anstehende Aufhebung des Alarmzustands, das gute Voranschreiben der Impfungen und die langsam wieder steigenden Buchungszahlen nicht schlecht sind, wird es natürlich noch holprig bleiben. Frankreich macht jetzt 5 Wochen das Land zu, in Deutschland wird der Ruf nach einem harten Lockdown auch deutlich größer und noch ist die dritte Welle noch nicht überstanden. Es wäre daher sehr fahrlässig zu denken, dass jetzt alles ganz schnell vorbei geht. 

 Spannend bleibt auch die Frage, ob der spanische Impfplan wirklich so schnell voranschreitet, wie geplant. Während Deutschland mit den Impfungen durch die Hausärzte jetzt deutlich schneller voran kommt, bleibt diese Aufgabe in Spanien bei den Kliniken und den Centros de salud. Das Gesundheitssystem ist in Spanien und auf den Kanaren nun mal anders aufgebaut und jeder kennt die langen Wartezeiten, auf die man sich mitunter einstellen muss.

 Wichtig ist, wie man in Zukunft agieren wird, denn auch wenn der Alarmzustand beendet wird, ist natürlich weiterhin Vorsicht das Gebot der Stunde. Die Hygienekonzepte müssen in vielen Bereichen bleiben, um einen sicheren Tourismus auf den Kanaren zu gewährleisten und den Gästen einen sicheren Urlaub zu ermöglichen. 

 -AWW-


Keine Kommentare:

Sponsored by

In eigener Sache: In jedem Bericht auf Canarian Sea stecken neben unserer Leidenschaft natürlich auch viel Zeit und Arbeit, was sowohl für den redaktionellen Teil gilt, als auch für die Aufklärungsarbeit. Beides wird ohne einen großen Medienkonzern, einen Tourismusverband, eine Umweltschutzorganisation oder eine andere Institution umgesetzt, die uns finanziert. Und das ist auch super so!

Auf diesem Weg können wir genau so agieren, wie wir es möchten und mit unseren Berichten unabhängig bleiben. Für unsere Mission der Aufklärung, Sensibilisierung und die Anregung von Diskussionen ist es wichtig, dass wir niemandem verpflichtet sind. Wir wollen die Themen, die wir in den Bereichen Umwelt, Tourismus und Nachhaltigkeit für interessant und bedeutend halten, auch in Zukunft ohne Verpflichtung ansprechen können.

Als Teil unserer Community können Sie aktiv dabei helfen, die Aufklärung rund um die Gewässer der Kanaren zu verbreiten und somit für die Schönheit und vor allem für die Bedeutung des Meeres zu sensibilisieren. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Beliebte Posts

All Time Favorits

Sponsored by

Nachrichten Kanaren - Umwelt, Tourismus und Meer

Canarian Sea ist Ihr Magazin der Rubrik “Nachrichten Kanaren”, wenn Sie in den Bereichen Umwelt, Tourismus und Meer auf dem Laufenden bleiben wollen. In unseren Schwerpunkten finden Sie stets aktuelle News rund um die Kanarischen Inseln. Dabei legen wir unseren Fokus bewusst auf die Bereiche der Umwelt, des Tourismus und auf das Meer, um Ihnen die Schönheit dieses Ökosystem zu zeigen und dafür zu sensibilisieren.

Natürlich können Sie auch gezielt nach den Nachrichten für einzelne Inseln schauen. Diese finden Sie hier:

Teneriffa Nachrichten

Die größte Insel der Kanaren ist eines der wichtigsten Urlaubszentren auf den Kanaren. Aktuelle Information rund um die Insel, die als abwechslungsreichste der Kanarischen Inseln gilt.

Gran Canaria Nachrichten

Auch Gran Canaria hat sehr viele Fans und ist eines der beliebtesten Ziele für Reisende. Lesen Sie spannende Themen und viele Informationen zur drittgrößten Insel der Kanaren.

Fuerteventura Nachrichten

Fuerteventura ist zwar die drittgrößte Insel der Kanaren und vor allem bei Strandurlauber sehr beliebt. Erfahren Sie alles Wissenswerte rund um Ihren Urlaub.

Lanzarote Nachrichten

Lanzarote ist die Feuerinsel der Kanaren. Auch hier sind die Tourismuszentren überschaubar. Die schönen Strände und der Timanfaya Nationalpark locken dennoch viele Urlauber an.

La Palma Nachrichten

La Palma ist als die grüne Insel bekannt. Besonders Wanderer fühlen sich hier wohl und erkunden die beeindruckende Landschaft.

La Gomera Nachrichten

La Gomera ist durch das Valle Gran Rey ein wenig als die “Hippie-Insel” berühmt geworden, hat aber auch andere, sehr schöne Ecken.

El Hierro Nachrichten

El Hierro, das Eisen, hat für den Tourismus kaum eine Bedeutung. Mit dem Mar de las Calmas wartet dort aber eines der wichtigsten Ökosystem, wenn es um das Meer der Kanarischen Inseln geht.

La Graciosa Nachrichten

La Graciosa ist die kleinste Insel der Kanaren. Wer dort seinen Urlaub verbringt, bekommt sehr viel Ruhe.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Kommentieren Sie unsere Kanaren Nachrichten und lassen Sie uns Ihre Meinung hören. Diskutieren Sie mit uns und anderen zu den verschiedenen Themen. Dabei ist Freundlichkeit natürlich das oberste Gebot. Anfeindungen, Hassreden und Aussagen, die gegen geltendes Recht verstoßen werden nicht veröffentlicht.