Recycling-Möglichkeit für Plastik

Vermüllter Strand
12.04.2020 - Die Langlebigkeit von Plastik stellt die Weltmeere und viele andere Bereiche der Umwelt seit Jahren vor gewaltige Probleme und bedroht zahllose Tier- und Pflanzenarten. Durch den langsamen Verfall droht Plastikmüll, die Meere zu erdrücken. Nicht nur auf den Kanaren, sondern weltweit machen zahlreiche Umweltschutzorganisationen darauf aufmerksam und schlagen Alarm. Hoffnung macht jetzt die Forschung der französischen Recycling-Firma Carbios, die eine Möglichkeit gefunden haben, um eine Plastikflasche in nur wenigen Stunden zu zersetzen und dabei auch noch einen wiederverwertbaren Rohstoff zu generieren. Und dieser ist qualitativ auch noch so hochwertig, dass aus ihm neue Flaschen hergestellt werden kann. Aber wie funktioniert das?


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Plastikmüll lässt sich schon länger recyceln


Drei Jahre ist es bereits her, dass es der Sportartikel Adidas es schaffte, aus Plastikmüll aus dem Meer eine Faser herzustellen, die mit Hilfe eines 3D-Druckers für die Entwicklung von Kleidung genutzt werden kann, wie wir in diesem Artikel berichteten. Und auch andere Dinge wie Kunststoffteppiche sind es für gewöhnlich, die mit recyceltem Plastik hergestellt werden, da die Qualität nicht ausreicht, um zum Beispiel hochwertige Flaschen herzustellen. Diese wiederum sind allerdings ein deutlich größeres Problem für die Umwelt. 

Die Entdeckung der Recycling-Firma Carbios


Laut eines Berichtes in der Wissenschaftszeitschrift “Nature” schafften es die Forscher von Carbios nun allerdings ein mutiertes Bakterien-Enzym zu erstellen, dass Plastikflaschen in nur ein paar Stunden zersetzen kann. Laut des Berichtes wurde mit Hilfe dieses Enzyms eine Tonne Plastik in gerade mal 10 Stunden zersetzt. 

Alain Marty, wissenschaftlicher Leiter der Recycling-Firma Carbios und Mitarbeiter der Universität Toulouse, erklärte. dass das Enzym von einer Kompost-Wanze stammt und bereits 2012 entdeckt wurde, sagte aber auch: “Es war völlig in Vergessenheit geraten, aber es stellte sich heraus, dass es das Beste war.”

Mit Unterstützung großer Firmen wie Pepsi oder L´Oréal wurde mit dem Enzym weiter geforscht und es gelang, das Enzym durch Mutation noch leistungsfähiger zu machen. Das Ziel ist laut Martin Stephan, Vize-Chef von Carbios, die Recycling-Methode bis 2024/25 im großindustriellen Maßstab einsatzbereit zu haben.

Eine Hoffnung für die Weltmeere


Die Möglichkeit ist natürlich eine riesige Chance auf sauberere Meere, denn wenn sich diese Recycling-Möglichkeit rentiert, da auch hochwertiges Plastik hergestellt werden kann, lohnt sich das Einsammeln des Plastiks aus dem Meer für große Konzerne. 

John McGeehan, Direktor des Zentrums für Enzym-Innovation an der Universität Portsmouth, sagt dazu: “Es hat das Potenzial, unsere Abhängigkeit vom Öl zu verringern, die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch  zu reduzieren, sowie Anreize für die Sammlung und das Recycling von Kunststoffabfällen zu schaffen”.

AWW

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