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Wasserverbesserung und Delfine in Italiens Häfen

23.03.2020 Die Umstände sind natürlich alles Andere als erfreulich, doch der aktuelle Stillstand des normalen Lebens zeigt in Italien etwas, mit dem derartig schnell niemand gerechnet hätte. Es geht um das Wasser in den Häfen Italiens, denn dieses wurde mit einer Geschwindigkeit klarer, die viele Leute in Erstaunen versetzt. Ganz besonders Venedig, die Stadt der vielen Kanäle, ist hier ein gutes Beispiel, dass in den sozialen Netzwerken die Runde macht. Das Wasser wurde dort schnell so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann und die Menschen zeigten sich erstaunt, wie viele Fische sich dort wieder tummeln. Werden die Meere jetzt schnell wieder sauber?

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Auch Delfine sind wieder da


Die Meinung, dass die Coronakrise die Meere wieder mit Leben füllt, wird durch einen weiteren Punkt befeuert: In einigen Häfen Italiens sind auch wieder Delfine anzutreffen. Die bei Jung und Alt beliebten Meeressäuger werden immer schnell zu einem Hoffnungsträger und scheinen die Meinung, dass die Meere schnell wieder sauber sind, mit aller Deutlichkeit zu untermauern. Auch von ihnen gehen sehr viele Videos durch die sozialen Netzwerke, natürlich gepaart mit entsprechenden Überschriften.

► Lesen Sie auch unseren Liveticker zu Corona auf den Kanaren

Es ist nur eine Atempause


An dieser Stelle müssen wir leider sagen, dass diese Bilder trügerisch sind. Natürlich sieht man nun wieder Fische in den Kanälen und Häfen, doch waren diese auch vorher schon da. Das Meer hat durch seine stete Bewegung lediglich dafür gesorgt, dass der vorhandene Dreck aus den Kanälen und Hafenbecken gewaschen wird. Dadurch ist dieser allerdings leider nicht verschwunden. Er wurde auch vorher schon auf das offene Meer geschwemmt. Es kam bisher lediglich immer wieder neuer nach. 

Gleiches gilt für die Delfine. Auch diese waren immer da, haben sich allerdings aufgrund der Lärmbelästigung durch Schiffsmotoren von den Häfen fern gehalten. Aufgrund der extremen Wasserverschmutzung in den Häfen war das sicherlich auch nicht die schlechteste Idee. Nun, da viele Schiffe nicht mehr fahren und die Lärmbelästigung extrem zurückgegangen ist, schauen sich die neugierigen Meeressäuger natürlich gerne mal um und versetzen alle in Entzücken, doch weg waren sie (zum Glück) bisher auch nicht. Durch die aktuelle Situation erhalten die Meere aber leider wirklich nur eine kleine Atempause, so leid es uns tut. 

Nachhaltige Verbesserungen können helfen


Der positive Effekt, der so viele Menschen in Erstaunen versetzt, ist im Moment also tatsächlich da. Wir müssen jedoch darauf Hinweisen, dass die Coronakrise wirklich nicht mal eben die Meere rettet. Nachhaltige Verbesserungen in den Motorentechnik der Schiffe, wie zum Beispiel durch Gasturbinen, wären flächendeckend nötig, um wirklich etwas für die Meere zu tun. Aber vielleicht hilft der aktuelle Zustand in Italiens Häfen ja dabei, dass dort vor Ort das Umdenken beginnt, denn wie wir auch schon in unserem Artikel zur Luftverbesserung durch Corona schrieben: Die Bewältigung dieser Krise hat absolute Priorität, aber ein Umdenken für den Umgang mit unserer Umwelt ist nichts desto trotz zwingend notwendig.

Update vom 01.04.2020

Nicht nur in Italien, auch auf Teneriffa sind die beliebten Meeressäuger inzwischen wieder zu sehen. Erst kürzlich besuchte eine neugierige Gruppe Santa Cruz de Tenerife und schwamm direkt vor dem Auditorio Adán Martín und dem Palmetum ganz dicht an der Küste entlang. 

AW-TT

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