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Ist der Coronavirus die Rettung für die Umwelt?

17.03.2020: Seit Ausbruch der Coronavirus Pandemie, im Rahmen derer die Zahl der an Covid-19 erkrankten Menschen nach wie vor steigt, sind die sozialen Netzwerke voll von besorgten Postings, allerdings nicht nur. Es gibt auch einige Stimmen, die über den Effekt für die Umwelt erfreut sind und sagen, dass die Coronakrise genau das für die Umwelt geschafft hat, was die Bewegung Fridays for Future gerne erreicht hätte. Schließlich sei das runter fahren der Wirtschaft derzeit extrem. Belegt wird das durch Bilder, auf denen die Luftverschmutzung über China aus der Zeit vor Coronakrise und aktuell gezeigt wird. Und das ist natürlich ein gewaltiger Unterschied. Aber ist dieser Effekt tatsächlich die Pause, die unser Planet braucht?

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Die Coronapandemie ist nur eine Pause


Laut Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist das leider nicht der Fall, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland am 16.03.2020 berichtet. Die Situation rund um den Coronavirus sei ein „absoluter Ausnahmezustand“, der im Kampf gegen die Erderwärmung keinen Effekt habe, wenn die in diesem Jahr zurückgehenden Emissionen im nächsten Jahr wieder ansteigen. Laut Schulze hat das Engagement gegen das Coronavirus derzeit absolute Priorität, doch der Klimawandel sei ebenfalls bedrohlich und geht nicht einfach weg, weshalb Maßnahmen dagegen wichtig bleiben. Das teilte die Umweltministerin am Montag bei der Vorstellung der deutschen Klimabilanz 2019 mit.

► Lesen Sie auch unseren Liveticker zu Corona auf den Kanaren

Kein Langzeiteffekt durch die sinkenden CO2-Emissionen


Dirk Messner, Präsident des Umweltnundesamtes, geht ebenfalls von einem einmaligen Effekt aus und bringt seine Aussage dabei mit den Reisebeschränkungen in Zusammenhang, die durch den Coronavirus derzeit herrschen. „Nach der Krise sind diese Emissionen wieder da“, weshalb sein Vorschlag lautet, dass mit grünen Konjunkturprogrammen ein guter Ansatzpunkt gefunden werden könnte, um den angeschlagenen Branchen zu helfen, denn ein Umbau der Wirtschaft ist nach wie vor notwendig. Er hält es allerdings auch für möglich, dass eine Sensibilität der Gesellschaft für Dinge entstehen könne, die unsere Welt in den Grundfesten erschüttern können und der Klimawandel gehöre ja auch in diesen Bereich.

Im weiteren Verlauf der teilte Schulze noch mit, dass die Treibhausgasemissionen in Deutschland im Jahr 2019 um 6,3 % zurückgegangen sind, was anhand des wirtschaftlichen Wachstums ein Erfolg sei. 

Fazit bleibt aber, dass die Coronavirus Pandemie leider noch nicht die Pause ist, die unseren Planeten retten kann. Aber selbstverständlich schadet es der Erde natürlich auch nicht, wenn sie mal durchatmen kann.

AW-TT

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