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Fuchshai - Alopias vulpinus


Fuchshai © Kurt Amsler
Der Fuchshai (Aliopias vulpinus) oder auch Drescherhai ist ein ebenso schöner wie interessanter Hai. Sie leben in der Hochsee ebenso, wie auch in küstennahen Regionen und bevorzugen gemäßigte Gewässer. Durch ihre extrem lange Schwanzflosse sind Fuchshaie schnell zu erkennen. Sie sind sehr aktive und schnelle Schwimmer, da sie, wie auch andere aus der Ordnung der Makrelenhaie, ein wärmespeicherndes System im Körper haben, was sie agiler macht.

Fuchshaie auf den Kanaren


Auf den Kanaren stehen Fuchshaie unter Schutz und es ist verboten sie zu fangen. Allerdings wird das leider nicht immer eingehalten, denn ich habe einen belegten Falls aus El Sauzal und einen aus Gran Canaria, wo ein Fuchshai auf der Fischtheke des Al Campo lag. Dem Supermarkt wurde der Fuchshai unter anderem Namen verkauft. Fernando von der Alianza Tiburones Canarias musste erst mit der Polizei drohen, um den Manager zur Entfernung des Hais zu bewegen.




Äußere Merkmale


Fuchshaie werden zwischen 3 und 5 Meter lang. Das längste gefangene Individuum maß allerdings stolze 7,60 Meter und brachte ein Gewicht von 340 Kg auf die Waage. Der Fuchshai hat einen stromlinienförmigen, aber dennoch gedrungen Körper, dessen große Augen und der nicht sehr große Mund beinahe niedlich wirken. Er verfügt über sehr große und sichelförmige Brustflossen und eine große erste Rückenflosse, während die Analflosse und die zweite Rückenflosse so klein sind, dass man sie kaum sieht. Die Klaspern der Männchen sind lang und Spitz (siehe Bild).

Das auffälligste Merkmal ist wie gesagt die sehr lange Schwanzflosse, deren unterer Lobus recht klein ist, während der obere Lobus fast so lang wie der restliche Körper ist.

Während die Oberseite des Fuchshais grau, graublau bis auch mal grünlich ist, ist der Bauch weiss, wobei es auch hier im Bereich der Brustflossen und weiter hinten dunkle Bereiche gibt.


Ernährung


Der Fuchshai lebt in erster Linie von kleinen bis mittelgroßen Schwarmfischen, wie zum Beispiel Makrelen, Heringe, Sardinen, Makrelen oder Makrelenhechte, deren Schwärmen er folgt und sie umkreist. Dabei nutzt er seine lange Schwanzflosse, um in den Schwarm zu schlagen und somit einzelne Fische zu betäuben oder gar zu töten, die er dann frisst. Selten jagt er auch Bonitos, Seevögel, Weichtiere oder Krebstiere. Durch seine Jagdmethode leitet sich auch der Name Drescherhai ab.

Fortpflanzung

Fuchshaie sind lebengebärend und bekommen ein bis sechs Jungtiere. Der Durchschnitt liegt bei vier Jungen, die sich im Körper des Weibchens von unbefruchteten Eiern ernähren  Die bei der Geburt etwa 1,1 bis 1,6 Meter großen Jungtiere wachsen zunächst etwa einen halben Meter pro Jahre, was dann bei ausgewachsenen Tieren auf 10 cm pro Jahr zurück geht. Die Geschlechtsreife hängt sehr stark vom Lebensraum ab, denn überall auf der Welt sind in der Grüße der Haie unterschiedliche Längen gemessen werden. Bei den Männchen liegt die Mindestlänge dabei so um die 2,4 Meter, während die Mindestlänge bei Weinbchen ebensfalls dort. Allerdings kann es örtlich auch deutlich länger dauern, bis es zur Geschlechtsreife kommt.

Bedrohung


Der Fuchshai landet oft als Beifang in den Netzen und an den Leinen der Fischerei und wird wegen seiner großen Flossen ebenfalls gejagt. Auch Sportfischer gehen gerne gezielt auf Fuchshai, da dieser einen anstrengenden Kampf liefert und für seine Sprünge bekannt ist.
Auf der roten Liste der gefährdeten Arten der IUCN steht der Fuchshai als gefährdet.

Namen


Deutsch: Fuchshai, Drescherhai
Wissenschaftlich: Alopias vulpinus
Englisch: Threscher shark, Whiptail shark, Sailfisch shark
Spanisch: Tiburon zorro, pejerrabo
Französisch: Renard

Wer mehr über Haie lernen will, sollte sich zum Beispiel das Buch "Haie" von Mark Carwardine zulegen, welches sich auch in unserer Bibliothek befindet.

Das Buch ist hervorragend illustriert und klärt viele Fragen, die Menschen zu den Haien haben. Ein absolutes Muss für jeden Hai-Freund.



Bildquelle: © Kurt Amsler

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