Weißer Hai - Carcharodon carcharias

Weißer hai © Kurt Amsler
Viele wird es verwundern, aber der Weiße Hai gehört zu den Arten, die auf den kanarischen Inseln zu finden sind. Allerdings wird er dort kaum gesichtet, da diese große Haiart die Kanarischen Insel nur auf seiner Wanderschaft durchstreift und hier nicht auf Beute aus ist. Die hier vorkommenden Tiere gehören zur atlantischen Gruppe, die an der Südküste Afrikas auf Beutefang geht, bevor sie weiter ins Mittelmeer zieht, wo sie ihre Jungen bekommen. Danach wandern sie den Golfstrom entlang nach Mexico und von dort an die Ostküste der USA, wo sie wieder Beute machen, bevor sie sich auf den Rückweg nach Südafrika machen. Sie passieren die Kanaren in großer Tiefe und werden nur sehr selten gesichtet.

Lebensweise Weißer Hai


Der Weiße Hai erreicht eine Größe von mehr als 6 Metern, kann ein Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen erreichen und gehört zur Gruppe der Makrelenhaie. Die Weibchen werden größer als die Männchen, welche in der Regel nicht viel größer als  Meter werden. Er besitzt einen spindelförmigen Körper mit einer spitzen, konisch zulaufenden Schnauze und eine weiße Unterseite, wobei der Rücken hellgrau bis ein wenig bräunlich ist.

Die Brustflossen liegen direkt vor der großen und dreieckigen Rückenflosse. Die zweite Rückenflosse ist deutlich kleiner und liegt direkt vor der unten liegenden Afterflosse. Bei seiner großen Schwanzflosse ist der untere Lobus fast ebenso groß, wie der Obere. Dadurch ist deutlich zu sehen, dass der Weiße Hai im Sprint jagt, wie zum Beispiel auch Makos, deren Schwanzflosse sehr ähnlich geformt ist.

Ernährung


Weiße Haie jagen bevorzugt Seelöwen, Seebären und andere an der Küste lebende Wasserbewohner. Aber auch Delfine und andere Zahnwale, große Fische, Rochen, Seevögel andere Haie oder auch Kadaver stehen auf ihrem Speiseplan. Bei der Jagd erreichen Weiße Haie eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h, wobei manche Wissenschaftler aber auch von Geschwindigkeiten bis 80 km/h ausgehen.

Der Weiße Hai jagt aus dem Hinterhalt und zielt darauf, seine Beute beim ersten Bissen so schwer zu verletzen, dass diese Wehrlos ist. Das ist der Hauptgrund dafür, dass immer wieder Surfer oder Schwimmer, die sich in der Nähe seiner Jagdgründe aufhalten, schwere Verletzungen davon tragen. Da der Mensch nicht auf seinem Speiseplan steht, werde diese in der Regel nicht gefressen, unterliegen nach einer Attacke aber leider immer wieder Mal dem großen Blutverlust.

Die Kanarischen Inseln sind der beste Beweis dafür, dass ein Vorhandensein von Weißen Haien nicht immer bedeutet, dass es zu Unfällen kommt. Das es keine Berichte in den Medien gibt liegt schlicht daran, dass es auf den Kanaren keine Unfälle zwischen Menschen und Weißen Haien gibt.

Fortpflanzung


Weiße Haie werden erst in einem Alter von 9-14 Jahren zeugungsfähig, wobei die Weibchen etwas länger brauchen. Über das Paarungsverhalten an sich ist bis heute so gut wie nichts bekannt. Wissenschaftler schätzen, dass die Tragzeit ein Jahr oder länger beträgt, wobei die Haijungen bereits im Bauch der Mutter schlüpfen und sich dort bis zur Geburt von Nähreiern ernähren. Nach der Tragzeit schlüpfen 2 bis 14 Jungtiere, die bereits 1,20 bis 1,50 Meter groß sind und bereits bis zu 32 Kg wiegen.

Bedrohung


Durch die Tatsache, dass es an bestimmten Küstenabschnitten auf der Welt immer wieder zu Unfällen mit Menschen kommt, werden immer wieder regelrechte Hetzjagten veranstaltet, die für den Weißen Hai zu einer echten Bedrohung geworden sind. Er landet auch als Beifang in den Beständen der Fischerei oder wird als Trophäe gejagt. Hinzu kommen Umweltverschmutzung und die Gier nach den Flossen, die im asiatischen Raum als Delikatesse gelten oder für Potenzmittel ohne Wirkung genutzt werden. Durch seine langsame Reproduktion wird der Bestand immer stärker reduziert, so dass der Weiße Hai inzwischen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht.

Namen

Deutsch: Weißer Hai
Wissenschaftlich: Carcharodon carcharias
Englisch: Great white Shark, White Shark
Spanisch: Jaqueton blanco
Französisch: Grand requin blanc

Weiterführende Lektüre: 


Bildquelle: © Kurt Amsler

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