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Gibt es Öl auf den Kanaren?

Die Gewässer der Kanaren stehen mit den geplanten Probebohrungen vor Fuerteventura und Lanzarote einem Problem gegenüber, dass die gesamte Region betrifft. Und während die Umweltschützer alles versuchen, um diesen Schritt zu verhindern, scheint der Industrieminister José Manuel Soria alles daran zu setzen, um jeden Aufschub im Keim zu ersticken. Schon dieser Tage will er die Genehmigung erteilen und hat dabei wohl ein paar bestimmte Gedanken im Kopf.


Das pure Kalkül


Die Genehmigung für Probebohrungen würde in dem Fall nämlich erteilt werden, bevor die Einspruchsfristen abgelaufen sind. Und gerade jetzt im Sommer müssen die Naturschützer befürchten, dass ein Einspruch deutlich schwerer durchzusetzen ist, da die Gerichte in der Urlaubszeit unterbesetzt sind. Ein weiterer Vorteil einer schnellen Genehmigung der Probebohrungen ist, dass die Protestler zu dieser Zeit auch nicht so viele Menschen für Kundgebungen und Demonstrationen auf die Straße bekommen können, da viele verreist sind.

Obwohl Bürger und Tourismus den Probebohrungen sehr skeptisch gegenüber stehen, haben die Gegner der Probebohrungen leider kaum noch eine Chance auf eine Verhinderung des Projekts. Die Unbedenklichkeit für die Natur wurde am 29. Mai durch das Umweltministerium bescheinigt, das ebenso wie das Industrieministerium von der Partei PP geführt.

Die Industrie freut´s


Nutznießer dieser Vorgehensweise ist ganz klar die Ölindustrie. Der Ölkonzern Repsol geht davon aus, dass die ersten Probebohrungen noch bis zum Ende des Jahres stattfinden können, wenn die Genehmigung tatsächlich noch in diesen Tagen erteilt wird.

Erneuter Widerstand



Trotz der schlechten Ausgangslage wird sich neuer Widerstand gegen die Ölbohrungen formieren. Laut eines Berichtes im Online-Magazin „Noticias 7“ kündigten Sprecher von Greenpeace und Ben Magec an, nicht nur alle juristischen Möglichkeiten auszuschöpfen, sondern auch die Bevölkerung wieder für dieses Thema zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Dabei werden schon zum Monatsende hin neue Aktionen, wie zum Beispiel Protestmärsche und Demonstrationen, geplant.

Bidquelle: © Rebel / pixelio.de


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