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Wieder Öl vor Gran Canaria

© Alianza Tiburones Canarias
©Als ich gestern die Fotos der AlianzaTiburones Canarias sah, war ich ein wenig geschockt. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten treibt ein Ölteppich auf die Süßküste von Gran Canaria zu, was im April bereits zur zeitweiligen Sperrung zweier Strände geführt hat. Der aktuelle Ölteppich ist etwa einen Kilometer lang und hat den Strand von El Cabrón erreicht, welcher in der Gemeindes Agüimes, genauer gesagt in der Nähe von Arinaga liegt. Der Ölteppich beinhaltet eine Menge Unrat, der mittreibt.


Taucher entdeckten die Verschmutzung zuerst und unterrichteten gestern Nachmittag die Behörden. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Schmutzteppich bereits die Küste erreicht und breitete sich an den Felsen und Stränden von Punta de la Monja bis Punta de la Sal aus. Als erste Helfer waren Gruppen der Protección Civil und andere Hilfsorganisationen vor Ort, während die bei der Regierung zuständige Einheit laut eines Berichtes von „Noticias 7“ erst Stunden später eintrafen.

An den Reinigungsarbeiten beteiligten sich zusätzlich viele Bewohner der Gegend, sowie auch eine Menge Taucher, die hier einen der bevorzugten Tauchspots haben und unbedingt verhindern wollten, dass sich der Ölteppich weiter ausbreitet. Dem gebündelten Einsatz ist es zu verdanken, dass sich die Verschmutzung nicht weiter ausbreiten konnte und der Abschnitt nicht, wie die im April gesperrten Strände, wochenlang abgesperrt werden muss.

Wo kommt das Öl her?


Laut „Noticias 7“ wurden bereits Proben des Öls untersucht und geben Grund zu der Annahme, dass ein vorbeifahrendes Schiff seine Tanks säuberte, obwohl es streng verboten ist. Die Regierung der Kanaren behauptet zwar, dass es die kanarischen Gewässer überwacht, doch diese Kontrolle reicht offensichtlich nicht aus.

Der Bürgermeister ist unzufrieden


Antonio Morales, seines Zeichens Bürgermeister von Agüimes, ist über die fehlende Durchsetzungskraft der Regierung nicht sehr erfreut. Nach dem zweiten Ölteppich vor Gran Canaria beschwert er sich nicht nur über die lückenhafte Überwachung der Region, sondern auch über die Trägheit der Regierungshilfe. Als diese am Ort des Geschehens eintraf, hatten die Hilfstruppen vor Ort bereits den Schmutzteppich im Griff.

Zu geringe Strafen für Ölsünder



Auch wenn jetzt natürlich versucht werden wird, den Sünder anhand der genommenen Ölproben zu überführen, so wird dieser keine Angst davor haben. Eine umweltgerechte Reinigung der Tanks ist dermaßen teuer, dass durch das illegale säubern auf hoher See mehr als genug Geld eingespart wird, um die fälligen Strafen zu Zahlen. Hier ist die Regierung gefordert, die Strafen drastisch zu erhöhen, was zum Einen Geld für eine bessere Überwachung in die Kassen spülen würde, zum Anderen eine abschreckendere Wirkung erzielen würde.







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