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Kommentar - Wie wird 2021 für die Kanaren?

Wie wird 2021 für die Kanaren
Der Jahreswechsel ist vollbracht, herzlich Willkommen 2021. Das neue Jahr wurde wohl vielerorts sehnlichst herbei gewünscht, und auch auf den Kanarischen Inseln wird viel Hoffnung auf das neue Jahr gesetzt. Einer der Lichtblicke dabei ist der europäische Startschuss bei den Impfungen gegen Corona, denn gerade der Tourismus ist es, der auf dem Archipel dringend gebraucht wird. Klar ist aber auch, dass der Impfstart leider nicht das direkte Ende der Corona-Pandemie bedeutet, die den Kanaren einen sehr harten wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat. Also was erwartet uns im Jahr 2021?



Es wird wohl ein holpriger Start

Gegen eine direkte und schnelle Reaktivierung des Tourismus sprechen leider mehrere Punkte. Der Erste ist logischerweise Corona, denn im Moment steht zu befürchten, dass die Zahlen durch die Feiertage sowohl in Deutschland, als auch auf den Kanarischen Inseln noch mal kräftig ansteigen. Das ist nicht verwunderlich, da viele Menschen der Beschränkungen überdrüssig sind und wenigstens an den Feiertagen ihre Liebsten sehen wollen. Hinzu kommen die Menschenmassen in den Geschäften, um Geschenke und Lebensmittel für die besinnliche Zeit zu kaufen. Das Ergebnis davon werden wir erst noch sehen und dürfen dabei nicht vergessen, dass die Hauptfeierlichkeiten in Spanien mit Reyes erst noch am 6. Januar anstehen.

Nach der schlechten Wintersaison ist obendrein leider nicht mit einem normalen Sommergeschäft für den Tourismus zu rechnen, was vor allem an der Konkurrenz aus Ländern wie der Türkei oder Ägypten liegt. Experten rechnen fest damit, dass diese mit Dumpingpreisen um Urlauber werben werden, die alleine schon aufgrund des Gehaltsniveaus in den Hotels von den Kanaren nicht gehalten werden können. Daher wird es wohl Herbst werden, bis hier wieder mit einem ordentlichen Anstieg zu rechnen ist.

Nachhaltiger Tourismus als Ausweg?

Entlastung kann der nachhaltige Tourismus bringen. Bei der privaten Ferienvermietung zeigt sich bereits nach monatelanger Durststrecke, dass trotz Reisewarnung wieder Buchungen kommen. Immer mehr Urlauber verlieren die Lust auf überfüllte Hotels und schätzen, durch die aktuelle Situation sensibilisiert, die große Privatsphäre der privaten Ferienunterkünfte.

Für viele Wirtschaftszweige ist diese Art des Tourismus sehr positiv und nachhaltiger, da es dort keine All-inclusive-Angebote gibt, die Urlauber mehr in der einheimischen Gastronomie essen gehen, Mietwagen statt Bustouren buchen und Lebensmittel im Supermarkt an der Ecke kaufen.

Natürlich reicht diese Urlaubsvariante nicht aus, da die Bettenkapazität in den Hotels für deutlich mehr Gäste reicht. Dennoch würden die Kanarischen Inseln gut daran tun, diesen Bereich zu stärken.

Wir sind gespannt, wie sich das Jahr 2021 für die Kanaren entwickelt. Grund zur Hoffnung besteht durchaus, aber Wunder brauchen wir wohl auch keine zu erwarten. Es sieht aus, als müssten die Kanarischen Inseln noch ein wenig langen Atem beweisen.

-AWTT-


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