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Plastikmüll - Supermarktkette Trebol führt Pfandsystem ein

Wenn es darum geht, etwas gegen den Plastikmüll zu tun, bekleckert sich die kanarische Regierung bisher nicht wirklich mit Ruhm. Weder für Plastikflaschen, noch für Glasflaschen oder Getränkedosen gibt es bis heute ein einheitliches Pfandsystem, dass den Kampf gegen Müll aktiv fördern könnte, obwohl es lautstarke Forderungen dafür gibt. Ein Glück, dass sich wenigstens der Einzelhandel in diesem Punkt offenbar Gedanken macht, denn die Supermarktkette Trebol hat auf Teneriffa nun die ersten Pfandautomaten für Plastikflaschen aufgestellt. 


Da es bisher kein einheitliches Pfandsystem gibt, nehmen die Pfandautomaten so ziemlich jede Flasche an. Die Deckel der Flaschen werden gesondert gesammelt, da diese aus Hartplastik bestehen und gesondert recycelt werden können. Der Erlös variiert je nach Flaschengröße und wird den Kunden in Form von Bons ausgehändigt, die dann beim Einkauf im Supermarkt angerechnet werden. 

Laut des Newsportals Canaryo.net kostet die Aufstellung der Pfandautomaten dem Unternehmen sogar Geld, aber die Geschäftsführung möchte auf diesem Weg etwas für die Umwelt tun. Das ist zum Teil richtig, da ohne einheitliches Pfandsystem auch Plastikflaschen angenommen werden, die nicht aus dem Geschäft stammen. Allerdings werden auf diese Weise sicherlich auch neue Kunden gewonnen, denen der Umweltschutz am Herzen liegt. Kundenbindungssysteme sind schließlich keine Neuerfindung.

Der Ansatz, den die Supermarktkette Trebol verfolgt, ist auf jeden Fall ein erster und sehr wichtiger Schritt, um etwas für den Kampf gegen Plastikmüll zu tun und wird hoffentlich schnell Nachahmer finden. Ein einheitlicher Flaschenpfand würde dafür sorgen, dass deutlich weniger Plastikflaschen achtlos in die Gegend geworfen werden.

AW-TT

Weiterführende Lektüre für alle, die zu Hause etwas tun möchten: 


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