Die Präsentation fand im Tenerife Espacio de las Artes (TEA) statt. Anwesend waren unter anderem Tourismusministerin Jessica de León, Vize-Tourismusminister José Manuel Sanabria, der Geschäftsführer von Turismo de Islas Canarias José Juan Lorenzo sowie das technische Team, das die Plattform aufgebaut hat.
🤖 Was das neue Observatorium leisten kann
Die modernisierte Plattform verfolgt einen klaren Ansatz: Aus verstreuten Datenquellen soll verwertbares Wissen entstehen. Dazu nutzt das Observatorium:
• KI‑gestützte Datenanalyse zur Erkennung von Mustern und Trends
• Machine Learning zur Verarbeitung großer Datenmengen
• Ein neues Tourismus‑Radar, das Bewegungs- und Aufenthaltsströme von Einwohnern und Besuchern analysiert
• Ein integriertes Assistenzsystem, das Nutzern Fragen beantwortet und Daten verständlich aufbereitet
• Eine visuell neu gestaltete Weboberfläche, die komplexe Informationen intuitiv darstellt
Besonders das neue Radar de Flujos Turísticos gilt als Meilenstein. Es zeigt in Echtzeit, wie sich Besucher über die Inseln bewegen, welche Orte überlastet sind und wo Potenzial für Entzerrung besteht. Damit wird erstmals eine präzise, räumliche Steuerung des Tourismus möglich.
📈 Drei zentrale Säulen des neuen Systems
Der technische Leiter des Observatoriums, Juan Félix Rosa, erklärte, dass die Plattform auf drei Hauptpfeilern basiert:
1. Analyse & Wissensgenerierung: Offizielle Statistiken, Trendstudien, Wettbewerbsanalysen – aufgeschlüsselt bis auf Gemeindeebene.
2. Digitale Verbreitung: Das System SITCAN bündelt wirtschaftliche, soziale und ökologische Daten des Tourismussektors.
3. Analytische Beratung: Unterstützung für Verwaltungen, Medien, Forschungseinrichtungen und internationale Partner.
Die Kanaren sind zudem Teil des globalen Netzwerks INSTO (International Network of Sustainable Tourism Observatories) der UN‑Tourismusorganisation – ein weiterer Hinweis auf die internationale Bedeutung des Projekts.
🌱 Nachhaltigkeit und strategische Planung im Fokus
Tourismusministerin Jessica de León betonte, dass die neue Plattform nicht nur ein technisches Upgrade sei, sondern ein strategisches Werkzeug, um den Tourismus der Zukunft nachhaltiger zu gestalten. Die Daten sollen helfen, Umweltbelastungen zu reduzieren, Besucherströme zu lenken und die Lebensqualität der Einwohner zu schützen.
Auch die Zusammenarbeit mit Universitäten, Handelskammern und privaten Unternehmen wird intensiviert, um die Datenbasis kontinuierlich zu erweitern und wissenschaftlich abzusichern.
🔮 Ausblick: Die Kanaren als Vorreiter im intelligenten Tourismus
Mit dem neuen Observatorium positionieren sich die Kanaren als eines der technologisch fortschrittlichsten Reiseziele Europas. Die Plattform wird bis Ende des Jahres weiter ausgebaut und soll künftig zusätzliche Datenquellen integrieren – darunter Mobilitätsdaten, Energieverbrauch, Umweltindikatoren und Marktprognosen.
Für die Tourismusbranche bedeutet dies: bessere Planung, mehr Transparenz und ein klarer Schritt in Richtung eines nachhaltigen, intelligenten und resilienten Tourismusmodells.
Bildquelle: Tourinews.es

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen