Donnerstag, 7. Mai 2026

🚢 MS Hondius steuert die Kanaren an – Inselregierung zeigt Widerstand

Auf den Kanaren regt sich Widerstand gegen das Einlaufen der MS Hondius
Symbolfoto
Die Lage rund um das Expeditionskreuzfahrtschiff MS Hondius spitzt sich am heutigen Donnerstag weiter zu. Nachdem an Bord ein Hantavirus-Ausbruch bestätigt wurde und bereits drei Menschen – darunter ein deutscher Staatsbürger – verstorben sind, plant die Reederei Oceanwide Expeditions nun die Weiterfahrt zu den Kanarischen Inseln. Doch genau hier regt sich deutlicher Widerstand seitens der Inselregierungen, insbesondere auf Teneriffa und Gran Canaria.




Die MS Hondius befindet sich derzeit vor den Kapverden, wo den Passagieren das Ausschiffen verweigert wurde. Die Reederei arbeitet gemeinsam mit der WHO und lokalen Behörden an weiteren Maßnahmen. Zwei schwer erkrankte Personen wurden bereits per Spezialflugzeug ausgeflogen, weitere Evakuierungen sind in Vorbereitung. Unter den Toten befindet sich neben einem britischen Ehepaar auch ein deutscher Gast, der am 2. Mai an Bord verstarb.

⚠️ Kanarische Behörden wollen Einlaufen verhindern

Die Regierungen der Kanaren zeigen sich äußerst besorgt. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung will der kanarische Regierungschef das Einlaufen der MS Hondius verhindern, um eine mögliche Einschleppung des Virus zu vermeiden. Die Behörden verweisen auf die unklare Infektionslage: Zwar wurde das Hantavirus bei einer Person eindeutig nachgewiesen, doch mehrere weitere Fälle gelten als Verdachtsfälle. Zudem untersucht die WHO eine mögliche Mensch-zu-Mensch-Übertragung an Bord.

Die Inselregierungen argumentieren, dass die medizinischen Kapazitäten der Kanaren nicht durch einen potenziellen Ausbruch belastet werden dürfen. Besonders nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre mit infektiösen Erkrankungen reagieren die Behörden äußerst vorsichtig. Auch die Tatsache, dass sich noch immer 148 Menschen an Bord befinden – darunter mehrere deutsche Gäste – verschärft die Diskussion.

🇩🇪 Deutsche Gäste an Bord: Sorge und Unsicherheit

Unter den Passagieren befinden sich mindestens sechs deutsche Urlauber, die seit Tagen auf eine Lösung warten. Die Lage an Bord wird als angespannt beschrieben. Die Reederei betont, dass man Ausschiffungen auf den Kanaren vorbereite, sobald die Behörden grünes Licht geben. Doch genau dieses Signal bleibt bislang aus.

Für die deutschen Gäste bedeutet dies weiterhin Unsicherheit. Während einige Passagiere bereits medizinisch evakuiert wurden, bleibt unklar, ob und wann die übrigen Reisenden die Kanaren erreichen dürfen. Die WHO mahnt zur Ruhe und betont, dass das Risiko einer größeren Ausbreitung gering sei – dennoch bleibt die Vorsicht der Inselregierungen nachvollziehbar.

🌍 Wie geht es weiter?

Oceanwide Expeditions steht in engem Austausch mit den kanarischen Behörden. Geplant ist weiterhin eine Ansteuerung von Las Palmas de Gran Canaria oder Santa Cruz de Tenerife, doch eine Genehmigung steht noch aus. Die Entscheidung dürfte in den kommenden Stunden fallen – und sie wird sowohl für die Passagiere als auch für die Kanaren von großer Bedeutung sein.

Fest steht: Die Kanaren stehen vor einer schwierigen Abwägung zwischen humanitärer Verantwortung und gesundheitlicher Vorsorge. Die Entwicklungen des Tages werden zeigen, ob die MS Hondius im Archipel anlegen darf – oder ob die Reise der Passagiere erneut verlängert wird.

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