Der Täter soll gemeinsam mit einem bislang flüchtigen Komplizen in verschiedene Villen eingedrungen sein. Die Vorgehensweise war stets ähnlich: Die Männer trugen Kapuzen und Sportkleidung, um ihre Identität zu verschleiern, und überwanden bis zu vier Meter hohe Mauern, um auf die Grundstücke zu gelangen. Teilweise befanden sich die Bewohner während der Einbrüche sogar im Haus oder waren auf Reisen.
🏠 Vorgehensweise: Mutig, riskant und wiederholt
Die Guardia Civil beschreibt die Taten als besonders dreist. In einem Fall kletterte der Verdächtige über Pergola-Dächer und versuchte, in die oberen Schlafzimmer einzudringen. Dabei manipulierte er das Videovigilanz-System, beschädigte Kabel und versuchte, die Kameras außer Betrieb zu setzen. Dennoch gelang es den Geräten, mehrere klare Aufnahmen zu liefern, die später entscheidend für seine Identifizierung waren.
In einem weiteren Fall gelangte der Täter über einen mehr als zwei Meter hohen Mauerabschnitt in eine Garage und stahl zwei Fahrzeuge der persönlichen Mobilität im Wert von rund 900 Euro. Auch hier zeigte er keinerlei Hemmungen, obwohl die Alarmanlage aktiviert war.
Bei einem dritten Einbruchsversuch wurde er erneut von Kameras erfasst, wie er Terrassen abging, Fenster überprüfte und die Sicherheitssysteme testete. Die Ermittler stellten fest, dass der Mann bei mehreren Taten dieselbe auffällige dreifarbige Jacke und eine identische Kappe trug – ein Detail, das letztlich zur „unwiderlegbaren Verbindung“ zwischen ihm und den Taten führte.
🚓 Festnahme in Playa de Mogán
Die Festnahme erfolgte am 11. April in Playa de Mogán. Ein gezielter Einsatz der Guardia Civil, unterstützt von der örtlichen Polizei, führte zur Lokalisierung des Verdächtigen. Er wurde ohne Zwischenfälle festgenommen. Laut Behörden war der Mann bereits zuvor wegen Diebstahlsdelikten aufgefallen und gilt als reinzidiv.
Die Ermittlungen gegen den flüchtigen Komplizen dauern an. Die Guardia Civil ruft Anwohner dazu auf, verdächtige Beobachtungen weiterhin zu melden und Sicherheitssysteme regelmäßig zu überprüfen.
🔎 Bedeutung für die Region Mogán
Die Einbruchsserie hatte in den vergangenen Wochen für erhebliche Verunsicherung in den betroffenen Wohngebieten gesorgt. Mogán gilt als eine der touristisch und wirtschaftlich stärksten Gemeinden Gran Canarias, mit zahlreichen hochwertigen Immobilien. Die Festnahme wird daher als wichtiger Schritt zur Wiederherstellung des Sicherheitsgefühls gewertet.
Die Behörden betonen, dass die Zusammenarbeit zwischen Anwohnern, privaten Sicherheitsdiensten und der Guardia Civil maßgeblich zum Ermittlungserfolg beigetragen hat.

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