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Der Leichtsinn mancher Menschen

Hin und wieder kann man einfach nur den Kopf schütteln. Und hin und wieder fällt es echt schwer, sachlich zu bleiben, wenn man sich das Verhalten mancher Urlauber ansieht, wenn es um den Umgang mit dem Atlantik geht. Dabei ist heute nicht die Verschmutzung, das Zurücklassen von Müll oder Ähnliches gemeint, sondern eher das Selbstverständnis mancher Menschen, mit dem sie sich und Andere in Gefahr bringen, in dem sie mit Kräften spielen, denen sie einfach nicht gewachsen sind. Das treibt mich zu der Vermutung, dass es die Kanarischen Inseln im Jahr 2018 schaffen werden, zum dritten Mal in Folge einen neuen Rekord bei den Ertrunkenen aufstellen. Diese Vermutung kommt nicht von ungefähr, wie ein derzeit auf Facebook zu sehendes Video aus Bajamar beweist, in dem Absperrungen einfach übergangen werden, um sich vor gewaltige, explodierende Wellen zu stellen. Auch die Rufe der einheimischen Bevölkerung werden stumpf ignoriert, denn man hat ja schließlich seinen Urlaub am Meer bezahlt. Geht es noch? 


 Seit Freitag sind offiziell die Warnungen für das Unwetter an diesem Wochenende draußen. Leider führen Küstenwarnungen vermehrt dazu, dass Schaulustige sich an Orte wie den Küstenort Bajamar im Norden von Teneriffa begeben, um nicht nur Fotos von Videos von den an der Küste explodierenden Wellen zu machen, sondern sich direkt davor auf Mauern zu stellen, um ein spektakuläres Foto zu bekommen. In Bajamar wurde eben genau das getan, die Welle kam, übergoss die betreffende Person und spülte sie einfach von der Mauer..., Gott sei Dank in Richtung Land. Was vielen nicht bewusst scheint ist die Tatsache, dass eine solche Welle einen auch rein ziehen kann. Oder das man durch das Ausrutschen nach hinten kippen kann. Und ganz ehrlich: Bei der Kraft, mit der die Wellen anrollten, wäre jede Hilfe zu spät gekommen, denn die Nächste hätte besagte Person wieder gegen die Mauer und die davor liegenden Steine geschmissen. 

 In Bajamar hätte kein Retter die Chance gehabt, an die Person ran zu kommen. Da war es nur das eigene Leben, das auf dem Spiel stand, aber auch an den Stränden ist regelmäßig zu sehen, das rote Flaggen missachtet werden... Und dann müssen die Rettungskräfte ran, was zuletzt 2017 ein Todesopfer bei den Rettern zur Folge hatte. 

 Natürlich gibt es auch im Winter viel Zeit, um in den Wellen des Atlantik zu toben und auch ganz ruhige Tage, an denen herrlich geschwommen werden kann. Wer bei seinem Aufenthalt allerdings Mal das Pech hat, dass der Ozean eben nicht zum Schwimmen einlädt, sollte dem Meer den nötigen Respekt entgegen bringen. Ein dünnes rotes Band, das einen Abschnitt absperrt, kann schnell überschritten werden, aber ist es das wert? 

 Meiner Meinung nach reicht ein roter Bindfaden mit einem kleinen Schildchen aus, um deutlich zu sagen: „Weiter gehen ist nicht schlau.“ Wer die Hinweise missachtet, spielt in manchen Fällen nicht nur mit seinem eigenen Leben, sondern auch mit dem Leben anderer. Wie gesagt kann ich nur den Kopf schütteln, warum das in viele Köpfe nicht rein geht, denn dieses Problem gibt es auf allen Insel.

In diesem Sinne

Andi

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