Nicht träumen..., live erleben!

Fuerteventura – Schnorcheln, Sonnen und Entspannen

Nachdem wir dieses Jahr bereits einen Kurztrip auf die Nachbarinsel La Gomera gemacht haben, ging unser letzter Urlaub dann auf die nächste Insel: Fuerteventura. Dass dabei geschnorchelt wurde, versteht sich natürlich von selbst und je dichter die Reise kam, desto neugieriger wurde ich. Dabei ging es nicht nur um die Frage, ob sich an den langen Sandstränden etwas entdecken lässt, sondern auch um eine Nachricht, die mich kurz vor der Fahrt nach Fuerteventura erreichte: Vor der Insel wurde ein trächtiges Weibchen des Kleinzahn-Sandtigerhais gesehen. Dieses wunderschöne Tier beim Schnorcheln zu sehen, wäre das absolute Highlight des Urlaubs geworden.

 Direkt bei unserer Ankunft fragte ich bei der Schlüsselübergabe, dass ich von einem solchen Tier gehört habe und ob man weiß, wo sich das Haiweibchen aufhält. Aber: In einem Versprechen an die Tauchschule, die das Weibchen zuerst sah, wurde es mir leider nicht verraten. Das ist nur verständlich und genau die richtige Entscheidung, denn ein trächtiges Tier soll schließlich keinem Stress ausgesetzt werden und meine Aufklärungsarbeit rund um das Meer war Kanaren kannte die Wohnungsverwalterin nicht. Also bohrte ich nicht weiter, sondern fragte bei meinem Freund Fernando vom Sharks Educational Instititute (die gerade folgende Institution der Alianza Tiburones Canarias), ob er wüsste, wo der Kleinzahn-Sandtigerhai denn sei. Und ja, er wusste es und konnte mir genau beschreiben, wo es zu finden sei. Und nein, ich werde jetzt nicht verraten, wo genau es denn war ;) Allerdings kam dabei auch heraus, dass sich der Kleinzahn-Sandtiger deutlich zu tief für einen Schnorchler aufhielt. 


 El Jablito – Geheimtip zum Schnorcheln auf Fuerteventura 


 Gleichzeitig bekam ich dann aber auch den Tipp, dass ich mir zum Schnorcheln unbedingt El Jablito ansehen sollte, da sich dort oftmals Engelhaie oder Rochen sehen lassen. Also planten wir einen unserer Ausflüge so, dass wir dort Station machen und uns mal umsehen. Da wir in El Esquinzo bei Morro Jable stationiert waren und einen Tag hoch nach Corralejo wollten, besuchten wir den kleinen Ort im Nordwesten von Furteventura auf dem Weg dort hin. 

 Es war noch recht früh und der Ort ist nicht wirklich charmant (zum Sonnenbaden sucht man sich etwas Anderes...), aber nachdem wir dann im Wasser waren war klar: die Unterwasserwelt lohnt sich echt. Wir trafen zwar leider weder Engelhai noch Rochen, dafür aber viele Schwärme an Jungfischen, die von Gelbflossen-Makrelen gejagt wurden. Vier von diesen begleiteten uns dann auch die ganze Zeit, was wirklich amüsant war. Allzu lange blieben wir dann allerdings nicht im Wasser, denn es war recht bewölkt, frisch und wir hatten keine Neoprenanzüge an. 

 In Corralejo selbst war es im Anschluss etwas besser mit dem Wetter, aber der Schnorchelgang am Stadtstrand zeigten nicht sehr viel. Beim nächsten Besuch von Fuerteventura wird daher eher ein ganzer Tag in El Jablito eingeplant. 

 Die Playa de Sotavento 


 Wer auf Fuerteventura seinen Kanarenurlaub plant, muss natürlich die bekannte Playa de Sotavento besuchen, an der sich nicht nur Wind- und Kitesurfer treffen, sondern auch viele sonnenhungrige Badegäste, von denen ein großer Teil FKK betreibt. Der Strand ist ewig lang und dafür bekannt, dass sich dort bei Ebbe eine Lagune ergibt. Zum Schnorcheln eignet sich der Strand nur bedingt, denn der feine und hellsandige Meeresboden beherbergt nur wenige Meeresbewohner. Allerdings hatten wir dann hier auch unsere erste Begegnung mit einem Rochen. Es war ein junger Schmetterlingsrochen, der leider gestrandet war. Wir eilten direkt hin und sahen nach, ob er noch lebt und ob wir ihn zurück ins Wasser bringen können, doch unsere Hoffnung war vergebens, denn der junge Rochen war leider bereits tot. 

 Woran er verendete war schnell klar, denn auf seinem Rücken befanden sich drei große Kratzer. Offenbar wurde der Rochen von einem der Windsurfer erwischt. 

 Runde Stechrochen auf Fuerteventura 



Die größte Überraschung erlebten wir beim Essen in einem Restaurant , das seine Terrasse direkt am Strand hat. Es war schon dunkel, als Sandra sagte: „Hey, der Stein da vorne könnte glatt ein Rochen sein...“. Und siehe da: Der Stein schwamm prompt los und sie hatte einen Runden Stechrochen gefunden. Der Kellner sagte uns, dass dieser täglich kommen würde, seine Runde dreht und wieder verschwindet. Und schon war klar: Morgen sind wir wieder hier! 

 Am nächsten Tag ging es dann auch an den Strand und es dauerte wirklich nicht lange, bis der Rochen kam. Und während alle sicherheitshalber das Wasser verließen, erlebte ich eine wundervolle Begegnung mit einem Runden Stechrochen, die das Erlebnis auf La Gomera noch in den Schatten stellte. Jetzt teilte ich mir endlich mit diesem wunderschönen Tier das Wasser. Natürlich mit ausreichend Sicherheitsabstand, denn auch wenn es sich um absolut friedfertige Wesen handelt: Der lange und giftige Stachel an seinem Ende ist Warnung genug. 

 Der Hafen bietet Stechrochen und Meeresschildkröten 


 Wer ganz sicher Runde Stechrochen auf Fuerteventura sehen will, ist übrigens am Hafen richtig. Direkt gegenüber der Cofradia tummeln sich eigentlich immer welche direkt an der Kaimauer. Dort sahen wir dann auch noch einen Schmetterlingsrochen, der mit den Stechrochen zusammen auf Reste aus dem Fischlokal hoffte. 

 Vorher hielten war auch noch kurz bei der Zuchtstelle für Meeresschildkröten, die sich unweit der Cofradia befindet. Sie war leider geschlossen, doch wir hatten Glück. Für ein paar Minuten durften wir uns ein wenig umsehen, was natürlich toll für die Kinder war. Vor allem die unechte Karrettschildkröte ist es, die dort nachgezüchtet wird, um sie dann wieder auszuwildern. Zuchttiere zu sehen, welche die Freiheit nicht kennen, schlagen zwar immer wieder aufs Gemüt, dennoch ist Arbeit dort sehr wichtig, um die Art zu erhalten, ob es einem nun gefällt oder nicht. Und dort werden natürlich auch verletzte und kranke Tiere wieder aufgepeppelt, die Fischer und andere regelmäßig abliefern.

 Fazit 


 10 Tage Urlaub auf Fuerteventura waren echt zu wenig, denn es fehlen noch so viele Orte, die erkundet werden wollen. Dennoch hat sich die Reise alleine schon für die Eindrücke gelohnt, die wir unter Wasser und an Land gemacht haben, so dass wir sicherlich gerne wiederkommen werden. Aber: Es warten ja auch noch andere Inseln.


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