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El Puertito – Schnorcheln mit Lena

Strand, Sandschildkröte © Canarian Sea
Am Montag waren wir zum Schnorcheln in El Puertito, denn unserer Freundin Lena ist auf der Insel - Urlaub machen- und wollte unbedingt zu den Suppenschildkröten. Also planten wir einen schönen Strandtag mit ihr und machten uns morgens auf den Weg in den Süden von Teneriffa, wobei wir wettertechnisch ein wenig besorgt waren, denn im Norden war bewölkt, und auch für den Süden war die Vorhersage nicht so ganz optimal. Aber wir hatten Glück: Auf uns wartete Sonne pur und der Strand war wirklich sehr gut besucht, auch wenn zunächst fast kein Strand da war, denn wir kamen direkt noch dem höchsten Stand der Flut an. 


Daher suchten wir uns einen Platz ganz am Rand, so dass wir unsere Sachen etwas erhöht auf einem Stein platzieren konnten, falls doch noch die eine oder andere hohe Welle ankommt. Aber die Sorge war unberechtigt, denn das Meer war herrlich ruhig. 

Nachdem wir uns sortiert hatten, gingen wir direkt ins Wasser, denn einer der raus kommenden Schnorchler meinte, die Schildkröten wären bereits da. Unsere Tochter Amy nahmen wir in ihrem Schlauchboot mit, so dass sie mit Taucherbrille und Schnorchel über den Rand gucken kann. Aber die erste Suche verlief nicht sehr erfolgreich, was aber ok war, denn wir sahen ansonsten eine ganze Menge an verschiedenen Fischen: Hornhechte, Gelbmaul-Barrakudas, Goldstriemen, Atlantische-Mönchsfische, Eidechsenfische, Blennies, Bänderbrassen, Braune Kugelfische, Kastenmaul-Meeräschen, Meerpfauen, Neon-Riffbarsche, Spitzkopf-Kugelfische, Papageifische und auch einen kleinen Weitaugenbutt. Hinzu kamen schwarze Seeigel, Wachsrosen und Dornenseesterne. Nur die Schildkröten wollten sich noch nicht zeigen. 

Bei der zweiten Tour gingen zuerst Amy und Sandra ins Wasser, denn Amy war hin und weg von den vielen Dingen, die sie mit dem Kopf über dem Rand des Schlauchbootes sehen konnte. Als ich vom Strand aus sah, dass sich die Schnorchler im Wasser alle in eine Richtung bewegten, folgten Lena und ich den beiden, da es das sicherste Zeichen für die Schildkröten ist. 

Rücksichtslose Schnorchler


Kaum waren wir in der Nähe steuerte auch eine große Suppenschildkröte auf uns zu, was mich sehr freute. Die Schildkröten dort sind leider sehr an den Menschen gewöhnt, da sie zu meinem Bedauern seit Jahren angefüttert werden. Das ist nicht schön, sorgt aber auf der anderen Seite auch dafür, dass sie nicht so getresst sind, wenn Menschen in der Nähe sind, so dass sie sich gut beobachten lassen. 

Aber dann wurde es krass. Als die Schildkröte zum Luft holen hoch kam, stürzten sich alle, die eine Action-Cam dabei hatten, direkt auf das Tier und wollten es umarmen, um ein Selfie mit einer Suppenschildkröte zu schießen… Echt jetzt? Das geht Mal gar nicht! Auch ich hatte schon Kontakt mit denen, aber dann kamen die Suppenschildkröten zu mir. Es kann doch nicht sein, dass der Mensch die Tiere so bedrängt, dass die kaum zum atmen hoch kommen können. 

Bitte macht es besser


Dieses so extrem rücksichtslose Verhalten führte dazu, dass wir schnell wieder abzogen, denn wir wollten einfach dafür sorgen, dass weniger Menschen um die Schildkröte herum sind. Es war echt zum Kotzen zu sehen, wie rücksichtslos viele mit wild lebenden Tieren umgehen. 

Solltet Ihr in den Genuss kommen, mit diesen sanften Tieren das Wasser teilen zu können, dann habt bitte Respekt. Auch wenn die Meeresschildkröten in El Puertito an den Menschen gewöhnt sind und auch oft von alleine gucken kommen, ob Ihr was zu futtern habt: BEDRÄNGT SIE NICHT! 

Was ist Euch lieber: Eine Suppenschildkröte zu sehen, mit ihr zu schwimmen, sie in Ruhe zu beobachten und den Moment zu genießen, oder einen Meeresbewohner umzingelt von Menschen zu sehen, die sich für das beste Foto beiseite schieben, so dass keiner ein Bild machen kann, auf dem nicht noch andere Menschen sind? Haltet ein wenig Abstand und habt Geduld, dann werdet Ihr Eure Bilder schon bekommen!  

Schön war es dennoch

Nichts desto trotz war es ein echt schöner Tag, den auch Lena richtig genossen hat, da wir uns natürlich auch um reichlich Verpflegung gekümmert haben. Und ich habe mich richtig gefreut, dass Lena bei jeder Tour irgendwelchen Müll mit aus dem Wasser fischte, denn wir wie immer trieb leider auch einiges an Schrott im Wasser rum. Aber wenn jeder von uns etwas mit raus nimmt, ist schon viel gewonnen. Nächste Woche soll es wieder auf Tour gehen, wobei wir aber noch nicht wissen wohin. Falls sich jemand anschließen will: Meldet Euch einfach.

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