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Ölkatastrophe vor den Kanaren

Bildquelle: El Espejo Canario / Twitter
Offenbar kommt es leider, wie es kommen musste: Die Ölkatastrophe vor der Küste von Gran Canaria nimmt ihren Lauf. Die auf dem Foto abgebildete Karettschildkröte wurde von einer Patrouille der Guardia Civil aufgegriffen, die das mit Leben kämpfende Tier sofort aus dem Wasser holten und ins Recovery Centre Wild Tafira brachten, wo sich nun Tierärzte um das Tier kümmern. Und auch wenn es über den Zustand des Wracks der “OIeg Naydenov” noch keine Angaben gibt, so gehe ich jetzt einfach Mal davon aus, dass es leider nicht der letzte Meeresbewohner sein wird, der ölverschmiert aus dem Wasser kommt…


Mit dieser Meinung bin ich leider nicht alleine, denn auch der zuständige Tierarzt im Recovery Centre Wild Tafira, Pascual Calabuig, äußerte sich in der Presse und sagte, dass er das Schlimmste für die Meeresfauna befürchte. Sturmtaucher und andere Seevögel haben mit einem verklebten Gefieder nun Mal keine Chance mehr und verwenden daraufhin.

Die Behörden reagierten inzwischen mit einer Warnung für Umweltkatastrophen der erste Stufe 1. Tauchroboter sollen jetzt den Zustand des in 2400 Metern Tiefe liegenden Wracks prüfen. Und natürlich werden bereits die Schuldigen gesucht und Vorwürfe laut, dass das Fischereischiff “Oleg Naydenov” nicht gründlich genug auf das Versenken vorbereitet worden sei.

Erste Ölteppiche sind schon zu sehen, wie das unten folgende Video von Canarias7 zeigt. Sie  treiben in einem Umkreis von 12 Quadratkilometern etwa 15 Kilometer von Gran Canaria entfernt im Meer. Wenn das Wrack leckgeschlagen ist kann nur gehofft werden, dass die Gegenmaßnahmen ausreichen und der Treibstoff geborgen werden kann… Die Inselregierung ist zwar zuversichtlich, dass das Öl die Küste von Gran Canaria nicht erreichen wird, aber wir reden hier von 1400 Tonnen! Die Ölkatastrophe hat schon begonnen: Im Meer.


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