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Schnorcheln in El Puertito – Suppenschildkröte

Das es in El Puertito in der Nähe von Adeje auf Teneriffa grüne Suppenschildkröten gibt, war uns eigentlich schon lange Zeit bekannt. Warum wir es nie geschafft haben, dort auf die Suche nach diesen wunderschönen Tieren zu gehen. Das sollte sich nun endlich ändern, also machten wir uns auf den Weg in die kleine Bucht im Süden der Insel. Kaum angekommen, stieg die Aufregung und wir schnappten uns direkt unsere Schnorchelausrüstung, um uns auf die Suche zu machen.


Unser erster Gang ins Wasser führte uns zunächst auf die rechte Seite der Bucht. Zu sehen bekamen wir Kastenmaul-Meeräschen, Meerpfauen, Neon-Riffbarsche, Eidechsenfische, kleine Bikudas und noch einiges mehr an Fischen, die wir auch im Norden bei jeder Schnorcheltour antreffen.

Daraufhin zogen wir eine Bahn quer rüber, da wir unsere Chancen in der Mitte zwischen den dort ankernden Booten größer waren. Allerdings trafen wir während der ganzen Tour keine einzige Suppenschildkröte.

Als wir wieder an Land waren, kam plötzlich ein Canario vorbei, der wohl unsere Flossen bemerkt hatte und drückte uns eine Tüte in die Hand. Er sagte der Inhalt wäre eigentlich für die Schildkröten gedacht gewesen, doch sie würden jetzt abhauen. Und er zeigte auf eine Yacht in der Mitte und sagte, dort würden wir eine große und eine kleine Suppenschildkröte finden.

Ich halte eigentlich nichts vom Anfüttern und war verdutzt. Der erste Verdacht war, dass es sich nicht unbedingt um schildkrötengerechtes Futter handelt. Doch ein Blick in die Tüte zeigte uns rohen, geschnittenen Fisch. Da die dort lebenden Schildkröten offenbar schon an Fütterung gewöhnt waren, nahmen wir den Fisch mit.

Sobald wir im Wasser waren, lockte der Geruch einige Fische an, die wohl auf Reste aus waren: Gelbflossenmakrelen, Gabelmakrelen und auch ein AtlantischerMönchsfisch zeigten sich. Kaum war die Tüte offen, das war auch schon die große Suppenschildkröte da und ging richtiggehend auf Körperkontakt. Kurz darauf kam auch die Kleine, von welcher der Canario gesprochen hatte. Welch ein Anblick.

Auch als der kleine Happen Fisch bereits verdrückt war, blieben beide noch eine ganze Weile bei uns und waren offensichtlich echt neugierig. Man musste quasi schon Bögen schwimmen, um den beiden auszuweichen, denn wir wollten sie nur beobachten. Offensichtlich sind beide bereits so sehr an den Menschen gewöhnt, dass wir sie auch hätten anfassen können, aber ob das sein muss, steht auf einem anderen Blatt...

Als meine Freundin unseren Besuch aus Deutschland dann auch noch dort hin führte, kam die große Suppenschildkröte auch direkt wieder schauen, wer da ist. Auch ganz ohne Köder. Zusätzlich zeigte sich noch ein Choco (ein Kopffüssler).


Aber es gab auch echt Negatives, denn in El Puertito wird viel gecampt und im Wasser fanden wir eine Menge Müll. Daher steht jetzt der Gedanke im Raum, dass wir uns demnächst erneut auf den Weg machen, dann aber mit dem Hauptgedanken, dass wir mit Hilfe der Netztaschen unserer Schnorchelausrüstung Müll einsammeln.

By the way: Bei der Schnorchelausrüstung vertrauen wir in erster Linie dem Angebot der Firma Cressi, das sich bisher echt durch seine Haltbarkeit und Zuverlässigkeit auszeichnete.

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