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Big Game Fishing – Unter Schutz stehende Arten fangen...

Meine Freundin war die letzte Woche im Süden von Teneriffa unterwegs und stieß dabei auf einen Flyer, auf dem es ums „Big Game Fishing“ ging. Für alle, die es nicht wissen: Dabei geht es um das Hochseeangeln. Durch die Größe der Fische und das damit verbundene „große Spiel“ um den Sieger (Fisch oder Angler), erklärt sich der Name quasi von selbst. Was mich daran besonders entsetzte, waren die Bilder auf dem Flyer, auf welchen stolz die gefangenen Fische präsentiert werden. Wie unschwer zu erkennen ist, finden sich da ein Bronze- oder Seidenhai, sowie ein Hammerhai. Und zumindest vom Hammerhai weiß ich nun Mal, dass er unter Schutz steht...


Nun kann ich natürlich leider nicht sagen, ob die gefangenen Fische nach dem Foto wieder frei gelassen werden, finde allerdings alleine die Tatsache, dass die Fische nur so zum Spaß aus dem Wasser geholt, verletzt und unter Stress gesetzt werden nicht gerade prickelnd. Es gibt viele Fischer auf den Kanaren, die das Fischen für ihren Lebensunterhalt brauchen. Aber Hochseeangeln, dass schon als Spiel bezeichnet wird, entzieht sich echt meinem Verständnis...

Warum Mindestfanggrößen so wichtig sind


Was beim Big Game Fishing das nächste Problem darstellt, ist die Mindestfanggröße der einzelnen Fische. Fische sind erst ab einer bestimmten Größe geschlechtsreif, weshalb der Fang zu junger Tiere schlichtweg die Fortpflanzung unterbindet. Und gerade bei Haien und Rochen ist das fatal, da diese sich eben nicht in den Mengen fortpflanzen, in denen es andere Fische machen. Und ich bin mir nicht sicher, ob die Mindestfanggrößen jedes Mal eingehalten werden, da es bei solchen Anbietern oftmals an der Kontrolle fehlt.

Dann auch noch bedrohten Arten zu werben, ist dann quasi noch die Krönung des Ganzen, denn es auch im Text findet sich die offene Werbung für die Jagd auf Rochen, Haie, Hammerhaie, Makos und so weiter. Und auch Thunfische und Marlins stehen mit drauf, deren Bestände in der heutigen Zeit auch extrem rückläufig sind.


Ich denke ich werde die Bilder des Flyers Mal an die Alianza Tiburones Canarias schicken. Vielleicht haben die als Vollzeitkräfte die Möglichkeit, dem Anbieter Mal ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Ich packe auch noch Mal die Übersicht zu den unter Schutz stehenden Haiarten dazu, welche mir die Alianza Tiburones Canarias zur Verfügung gestellt hat.





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