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Großer Hammerhai – Sphyrna mokarran

Ein großer Hammerhai kann eine Größe von 5,5 bis 6,1 Meter erreichen und ist somit der größte Vertreter der Hammerhaie. Es handelt sich um einen Einzelgänger, der vor allem in tropischen und subtropischen Gewässern vorkommt. Durch seine Größe hat er bis auf den Menschen keine natürlichen Feinde, wobei der Mensch dieses majestätische Tier allerdings an den Rande der Ausrottung gebracht hat. Der Grund sind seine großen Flossen, die ihm ein sehr charakteristisches Aussehen verleihen.


Der große Hammerhai auf den Kanaren


Da sowohl die West-, die Nord- und die Ostküste Afrikas zum Lebensraum der großen Hammerhaie gehören, findet man ihn natürlich auf den kanarischen Inseln, wo es eines seiner bevorzugten Beutetiere gibt: Stechrochen. Eine Ruhezone für Haie würde dem großen Hammerhai also sehr entgegen kommen.

Erkennungsmerkmale


Ein Großer Hammerhai ist, wie schon erwähnt, besonders gut an seinen großen Flossen zu erkennen. Gerade die erste Rückenflosse ist extrem groß und zeigt die Form einer Sicher noch deutlich stärker, als beim glatten Hammerhai oder beim Bogenstirn-Hammerhai. Die die durchschnittliche Länge liegt bei etwa 3,50 Metern und einem Gewicht von etwa 230 Kilogramm, wobei diese Tiere auch bis zu 6,1 Meter groß werden können. Der Rücken ist grau bis grau-braun, dunkelbraun oder bronzefarben, wo die Seiten heller sind. Der Bauch ist weiß, wobei es eine klar definierte Farbgrenze zwischen den Bauch und Seiten gibt.

Die vordere Kante des hammerförmigen Kopfes ist weniger stark gebogen, als beim Bogenstirn-Hammerhai oder dem glatten Hammerhai, was bei der Unterscheidung der Arten helfen kann.

Ein großer Hammerhai besitzt,wie alle Arten der Familie, 5 Kiemenspalten und eine extrem große erste Rückenflosse. Auch die zweite Rückenflosse ist größer als bei anderen Hammerhaien. Die Brustflossen sind, im Gegensatz zum Bogenstirn-Hammerhai, an der hinteren Kante konkav. Die Schwanzflosse hat einen sehr langen oberen Lobus und auch hier die Form der Sichel sehr stark ausgebildet. Am Ende des befindet sich ein kleiner Hautlappen.

Ernährung


Neben Stechrochen und anderen Rochen ernähren sich große Hammerhaie von einer Vielzahl verschiedener Fische, sowie von Kopffüßern und kleinere Haien. Das erstaunliche ist, dass die Stachel ihrer Lieblingsbeute, der Stechrochen, sie nicht weiter zu stören scheint. Vor der Küste Floridas wurde ein Exemplar gefangen, welches stolze 96 Stachel seiner Beutetiere in und um das Maul herum stecken hatte.

Fortpflanzung


Ein großer Hammerhai wird ab einer Größe von 2,30 bis 2,70 Metern geschlechtsreif, wenn es sich um ein Männchen handelt, während ein Weibchen dazu eine Länge von 2,50 bis 3,00 Meter erreichen muss. Sie sind lebendgebärende Haie, deren ungeborene Kinder mit Hilfe einer Dottersack-Plazenta ernährt werden, ehe sie nach einer Tragzeit von 11 Monaten zur Welt kommen. Dabei bekommt ein Weibchen etwa 6-42 Jungtiere. Große Hammerhaie werden für gewöhnlich etwa 20-30 Jahre alt.

Bedrohung


Der große Hammerhai wird besonders wegen seiner großen Flossen gejagt und steht auf der roten Listen der IUCN. Neben dem kommerziellen Fischfang sind es besonders die Sportangler, die diese majestätischen Tiere gerne als Trophäe erwischen wollen. Genau Zahlen sind schwer zu ermitteln, da gerade der kommerzielle Fischfang in den Statistiken keinen Unterschied zwischen den einzelnen Hammerhaien macht. Klar ist jedoch, dass der große Hammerhai dringend Schutz braucht.

Namen


Deutsch: Großer Hammerhai
Wissenschaftlich: Sphyrna mokarran
Englisch: Great hammerhead
Französisch: Grand requin-marteau
Spanisch: Cornuda gigante

Wer mehr über Haie lernen will, sollte sich zum Beispiel das Buch "Haie" von Mark Carwardine zulegen, welches sich auch in unserer Bibliothek befindet.

Das Buch ist hervorragend illustriert und klärt viele Fragen, die Menschen zu den Haien haben. Ein absolutes Muss für jeden Hai-Freund.


Bildquelle: „Sphyrna mokarran at georgia“ von Josh Hallett from Winter Haven, FL, USA - Georgia Aquarium - Hammerhead Shark. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons

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