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Haie auf den Kanaren – Fast keine Forschung

Heute habe ich einen Eindruck davon bekommen, wie wichtig die Aufklärung über Haie auf den Kanaren ist. Da derzeit noch immer die Online Petition für die Errichtung eines Schutzgebietes läuft, haben wir Kontakt zu verschiedenen Personen aufgenommen, die uns genauere Informationen zu den hier vorkommenden Haien, der Population und andere Dinge geben könnten. Eine schnelle Antwort kam von der „Sociedad Atlantica de Oceanógrafos“. Und wir waren echt erstaunt über das, was wir lasen.


Die Haiforschung steckt auf den Kanarischen Inseln noch in den Kinderschuhen... Mir ist zwar bewusst, dass Haie keine allzu große Lobby haben, aber das war dann doch echt verwunderlich. Keine genauen Zahlen, keine Forschungen kein Mensch, der sich darauf spezialisiert hat. Es gibt zwar an der Universität von La Laguna einige Arbeiten, die sich mit den Haien auf den Kanaren befassen, allerdings sind diese eher auf die Arten beschränkt, die beim Fischfang in Tiefen von über 200 Metern mit im Netz landen.

Das heißt: Würde mein Blog schon seit einem oder zwei Jahren bestehen, dann wäre es wohl die umfassendste Arbeit zum Thema Haie auf den Kanaren. Irgendwie verrückt...

Programe Poseiden


Aber es gibt Hoffnung, denn uns wurden weitere Anlaufstellen genannt. Offensichtlich startete vor zwei Tagen (also zeitgleich mit meinem Blog) ein Projekt (das „Programa Poseidon“), dass sich um das Zusammentragen von Informationen über die Lebewesen der kanarischen kümmern will, um endlich genauere Fakten zu den hier lebenden Meeresbewohner zu bekommen. Es hat also den Anschein, als wären die Pilotwale in der Meeresstraße zwischen Teneriffa und La Gomera die einzigen Meeresbewohner, die in den Genuss einer eingehenden Forschung kamen. Natürlich werden auch in diese Richtung unsere Fühler ausstrecken. Das „Programa Poseidon“ will jetzt beginnen, Informationen von Fischern, Tauchern, Anglern und Bootsfahrern zu sammeln und zu Archivieren, was dringend nötig ist.

Alianza Tiburones Canarias



Eine weitere Möglichkeit der Zusammenarbeit gibt vielleicht die „Alianza Tiburones Canarias“, ein ebenfalls sehr junges Projekt, dass sich, genau wie ich und meine Lebensgefährtin, auf die Haie und Rochen der Region konzentrieren will. Diese sind schon einen ganzen Schritt weiter und ich habe die Hoffnung, dass ich dort einiges an Informationen bekommen kann, um deren wichtige Arbeit einem deutschen Publikum präsentieren kann. Derzeit ist die „Alianza Tiburones Canarias“ auf allen kanarischen Inseln unterwegs und veranstaltet Konferenzen. Mit ein wenig Glück schaffe ich es am Montag, eine der Konferenzen zu besuchen oder aber eine Zusammenfassung zu bekommen, um diese zu übersetzen.

Wer mehr über Haie lernen will, sollte sich zum Beispiel das Buch "Haie" von Mark Carwardine zulegen, welches sich auch in unserer Bibliothek befindet.

Das Buch ist hervorragend illustriert und klärt viele Fragen, die Menschen zu den Haien haben. Ein absolutes Muss für jeden Hai-Freund.


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